Investieren in NFTs, Hedgefonds, Private Equity und Co.: Lohnen sich alternative Investments?

In Zeiten hoher Inflationsraten und niedriger Zinsen suchen immer mehr Anleger nach alternativen Möglichkeiten, ihr Portfolio zu diversifizieren und das Risiko-Ertrags-Verhältnis zu optimieren. Alternative Investments bieten hier eine interessante Option.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff “Alternative Investments” und welche Chancen und Risiken bringen sie mit sich? Die Experten von ecobono erklären dir in diesem Beitrag alles Wichtige, was du zum Thema Alternative Investments wissen solltest!

Was sind alternative Investments?

Alternative Investments sind Veranlagungsformen, die über eine klassische Geldanlage hinausgehen. Ziel ist es, durch innovative Anlagestrategien eine bessere Diversifizierung und eine Optimierung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses zu erreichen.

In einer Zeit, in der hohe Inflationsraten und niedrige Zinsen die traditionellen Anlageformen herausfordern, gewinnt die Beimischung von alternativen Vermögensklassen zunehmend an Bedeutung, um das Risiko-Ertrags-Verhältnis zu optimieren.

Das Spektrum der alternativen Investments ist äußerst vielfältig und bietet eine breite Palette von Möglichkeiten. Dazu gehören:

  • NFTs (Non-Fungible Tokens)
  • Hedgefonds
  • Private Equity
  • Private Debt
  • Infrastrukturinvestments

Arten von alternativen Investments

NFTs (Non-Fungible Tokens)

NFTs (Non-Fungible Tokens) sind digitale Tokens. In der Welt der Kryptowährungen und Blockchain-Technologie sind Tokens digitale Vermögenswerte, die auf einer Blockchain-Plattform erstellt und verfolgt werden können. Sie repräsentieren einen bestimmten Wert oder eine Art von Vermögenswert und dienen als digitale Einheiten, die in Transaktionen verwendet werden können.

Es gibt verschiedene Arten von Tokens, die für unterschiedliche Zwecke und Funktionen eingesetzt werden. Im Kontext von NFTs (Non-Fungible Tokens) sind diese Tokens einzigartig und nicht austauschbar, da sie spezifische Informationen und Identitäten besitzen. Jeder NFT repräsentiert somit eine individuelle und unverwechselbare Einheit.

Im Gegensatz dazu stehen die sogenannten fungiblen Tokens, die auf bestimmten Blockchain-Plattformen oft als Kryptowährungen fungieren. Fungible Tokens sind untereinander austauschbar, da sie denselben Wert und dieselben Eigenschaften haben. Ein Beispiel dafür sind die weit verbreiteten Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum.

NFTs hingegen sind einzigartig und können verschiedene Arten von digitalen Assets repräsentieren. Beispiele für klassische Anwendungsbereiche von NFTs:

  • digitale Kunstwerke
  • Sammlerstücke
  • virtuelle Grundstücke
  • Musik
  • Videospiele und mehr.

Sie ermöglichen es den Besitzern, digitale Güter zu sammeln, zu handeln und zu verkaufen, und bieten Künstlern und Kreativen neue Möglichkeiten, ihre Werke zu monetarisieren.

Chancen:

  • Künstlerische und kreative Ausdrucksformen: NFTs eröffnen Künstlern neue Möglichkeiten, ihre Werke zu präsentieren und direkt an ihre Fans zu verkaufen, ohne auf traditionelle Mittelsmänner angewiesen zu sein.
  • Einzigartiger digitaler Besitz: NFTs ermöglichen es den Besitzern, digitale Assets zu besitzen und zu handeln, was in der digitalen Welt zuvor schwierig war.
  • Potenzielle Wertsteigerung: Wie bei anderen Investitionen besteht die Möglichkeit, dass der Wert eines NFTs im Laufe der Zeit steigt, insbesondere wenn es sich um ein einzigartiges oder begehrtes Werk handelt.

Risiken:

  • Volatilität: Der NFT-Markt kann sehr volatil sein, und der Wert eines NFTs kann stark schwanken. Es besteht das Risiko, dass ein NFT an Wert verliert oder seinen Wert nicht behält.
  • Fehlende Regulierung und Unsicherheit: Da der Markt für NFTs noch relativ neu ist, gibt es noch keine umfassenden regulatorischen Rahmenbedingungen. Dies kann zu Unsicherheiten führen, insbesondere in Bezug auf Eigentumsrechte und Betrugspotenzial.
  • Blasenbildung: Es besteht die Gefahr, dass sich eine Blase um bestimmte NFTs bildet, die nicht durch tatsächlichen Wert gestützt ist. Solche Blasen könnten platzen und zu erheblichen Verlusten führen.
  • Minimuminvestment: Meist ist ein Minimuminvestment erforderlich, welches das Potenzial vieler Privatinvestoren übersteigt.

Hedgefonds

Ein Hedgefonds ist ein spezieller Typ von Investmentfonds, der aktiv von professionellen Fondsmanagern verwaltet wird und das Ziel verfolgt, eine möglichst hohe Rendite für seine Investoren zu erzielen. Im Gegensatz zu traditionellen Investmentfonds, die oft an eine Benchmark oder einen Index gebunden sind, haben Hedgefonds in der Regel mehr Flexibilität in ihren Anlagestrategien.

Das bedeutet, dass Hedgefondsmanager eine breite Palette von Finanzinstrumenten und Techniken nutzen können, um Renditen zu erzielen und gleichzeitig das Risiko zu minimieren oder zu kontrollieren. Diese Anlagestrategien können sowohl Long- als auch Short-Positionen beinhalten, was bedeutet, dass sie nicht nur auf steigende Kurse setzen, sondern auch von fallenden Kursen profitieren können.

Allerdings haben einige Hedgefonds in der Vergangenheit negative Schlagzeilen gemacht, was zu einem gewissen negativen Image für die gesamte Branche geführt hat.

Ein bekanntes Beispiel ist die Pleite von Long-Term Capital Management (LTCM) Ende der 1990er Jahre. LTCM war ein hochriskanter Hedgefonds, der durch komplexe Arbitragestrategien enorme Positionen eingegangen war. Als einige dieser Positionen scheiterten, führte dies zu einem Zusammenbruch des Fonds und hatte Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte.

Ein weiterer berüchtigter Fall ist der von Bernhard Madoff, der 2008 als einer der größten Finanzbetrüger der Geschichte entlarvt wurde. Madoff hatte über Jahre hinweg ein Schneeballsystem betrieben, bei dem er die Einlagen neuer Investoren nutzte, um die Auszahlungen an bestehende Investoren zu finanzieren. Dieses betrügerische Schema kollabierte schließlich und verursachte einen Schaden von geschätzten 65 Milliarden US-Dollar.

Diese spektakulären Fälle haben bei vielen Investoren das Vertrauen in Hedgefonds erschüttert und zu einer allgemeinen Skepsis gegenüber dieser Anlageklasse geführt.

Chancen von Hedgefonds:

  • Unabhängige Entwicklung: Hedgefonds haben den Vorteil, sich tendenziell unabhängig von den Aktienmärkten zu entwickeln, was eine gute Möglichkeit bietet, das Portfolio zu diversifizieren.
  • Potenzielle Überrendite: Bei Hedgefonds kann es zu einer Verstärkung der Marktentwicklung kommen, was zu potenziell höheren Renditen führt.

Risiken von Hedgefonds:

  • Hohe Volatilität: Die Entwicklung von Hedgefonds kann gegenläufig sein und erhebliche Kursschwankungen verursachen, was zu hohem Risiko führen kann, sogar bis hin zu Totalverlusten bei nicht-garantierten Produkten.
  • Geringe Liquidität: Aufgrund komplexer Strategien sind Hedgefonds weniger liquide, da die Preisermittlung meist monatlich erfolgt und die Rücknahme von Anteilen häufig ebenfalls nur monatlich möglich ist. In der Zwischenzeit kann sich der Anteilswert erheblich ändern, ohne dass Investoren sofort reagieren können.
  • Minimuminvestment: Meist ist ein Minimuminvestment erforderlich, welches das Potenzial vieler Privatinvestoren übersteigt.

 

Private Equity

Mit einem Private Equity Investment beteiligst du dich an einem nicht börsennotierten Unternehmen. Private Equity Fonds sammeln von den Investoren Geld ein und investieren dieses oftmals in ein sehr konzentriertes Portfolio von 15 bis 25 Unternehmen.

Ziel ist es, dass bereits früh in das Unternehmen eingestiegen wird, das Unternehmen weiter entwickelt wird und danach wieder teurer verkauft. Private Equity öffnet den Markt für einen sonst kaum für Privatpersonen zugänglichen Markt.

Chancen von Private Equity-Fonds:

  • Potenzielle Überrenditen: Private Equity-Fonds bieten die Chance auf höhere Renditen im Vergleich zum Aktienmarkt.
  • Risikostreuung: Durch Investitionen in mehrere Unternehmen haben Private Equity-Fonds und -Dachfonds eine eingebaute Risikostreuung.
  • Geringer Verwaltungsaufwand: Nach der Investition entsteht für Anleger kein weiterer Verwaltungsaufwand.

Risiken von Private Equity-Fonds:

  • Verlustrisiken: Es besteht die Möglichkeit von Verlusten bis hin zum Totalausfall der Investition.
  • Gewichtungskonzentration auf wenige Unternehmen: Wenn eines oder mehrere der Unternehmen schlecht abschneiden oder scheitern, kann dies die Gesamtrendite des Fonds erheblich beeinträchtigen.
  • Sehr intransparente Informationsweitergabe: Das macht es für Investoren schwieriger , die tatsächliche finanzielle Situation und Performance der Unternehmen zu bewerten.
  • Minimuminvestment: Meist ist ein Minimuminvestment erforderlich, welches das Potenzial vieler Privatinvestoren übersteigt.

Private Debt

Ein Private Debt Investment ist eine Anlagestrategie, bei der Gelder von Investoren außerhalb des Bankensektors gesammelt und direkt in Unternehmensfinanzierungen investiert werden.

Diese Asset-Klasse ist sehr kapitalintensiv und damit defacto institutionellen Investoren, wie z.B. Banken, Versicherungen, Pensionsfonds oder großen Stiftungen vorbehalten. Meist werden Mindestinvestments in Millionenhöhe für den Einstieg verlangt.

Chancen von Private Debts:

  • Attraktive Renditen: Private Debt-Investitionen können in der Regel attraktive Renditen bieten, insbesondere im Vergleich zu traditionellen Anlagen wie Anleihen.
  • Diversifikation: Durch Investitionen in verschiedene private Kreditinstrumente können Anleger ihr Portfolio diversifizieren und potenzielle Risiken besser streuen.
  • Vorhersehbare Cashflows: Private Debt-Investitionen können regelmäßige Zinszahlungen und vorhersehbare Cashflows bieten, da sie oft in festverzinsliche Wertpapiere oder Kredite investieren.

Risiken von Private Debts:

  • Kreditausfallrisiko: Private Debt-Investitionen sind mit dem Risiko von Kreditausfällen verbunden, insbesondere wenn die Schuldner nicht in der Lage sind, ihre Schulden zurückzuzahlen.
  • Illiquidität: Private Debt-Investitionen sind weniger liquide als öffentlich gehandelte Wertpapiere, was bedeutet, dass es schwieriger sein kann, sie vor dem Laufzeitende zu verkaufen.
  • Komplexität: Private Debt-Investitionen können komplex sein und erfordern oft ein tieferes Verständnis der Kreditmärkte und der spezifischen Anlagestrategien.
  • Minimuminvestment: Meist ist ein Minimuminvestment erforderlich, welches das Potenzial vieler Privatinvestoren übersteigt.

Infrastrukturinvestments

Bei einem Infrastrukturinvestment wird im Groben zwischen der technischen Infrastruktur, wie z.B. Transport oder Energie- und Wasserversorgung und der sozialen Infrastruktur, wie z.B. Schulen oder Krankenhäuser unterschieden.

Der Bedarf an neuer Infrastruktur ist enorm. Ein großes Investmentspektrum bietet der Bereich Transport und Verkehr. Hier kannst du beispielsweise in Häfen, Gleise, Straßen oder auch Flughäfen investieren. Als Investor kannst du sowohl die Rolle eines Aktionärs als auch die Rolle eines Kreditgebers einnehmen.

Es gibt mittlerweile ein sehr breites Spektrum an Investitionsmöglichkeiten. So kannst du u.a. in Aktien oder Anleihen von Infrastrukturunternehmen, Fonds oder ETFs investieren.

Chancen von Infrastrukturinvestments:

  • Stabile und langfristige Erträge: Infrastrukturinvestments bieten in der Regel stabile und langfristige Erträge, da sie oft auf langfristigen Verträgen und regelmäßigen Einnahmen basieren, wie Mautgebühren oder Konzessionszahlungen.
  • Inflationsschutz: Infrastrukturinvestments können einen gewissen Schutz vor Inflation bieten, da die Einnahmen in der Regel an die Inflation angepasst werden können.
  • Diversifikation: Investitionen in Infrastruktur können das Portfolio diversifizieren, da sie nicht unmittelbar mit den traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen korrelieren.

Risiken von Infrastrukturinvestments:

  • Betriebsrisiko: Infrastrukturprojekte können anfällig für Betriebsrisiken sein, wie z. B. technische Störungen oder unvorhergesehene Kosten für Instandhaltung und Reparaturen.
  • Regulatorische Risiken: Änderungen in der Regulierung oder politischen Rahmenbedingungen können sich auf die Rentabilität und den Betrieb von Infrastrukturinvestitionen auswirken.
  • Illiquidität: Infrastrukturinvestitionen sind oft langfristig angelegt und können weniger liquide sein, was bedeutet, dass es schwieriger sein kann, sie vor dem Laufzeitende zu verkaufen.
  • Konjunkturabhängigkeit: Einige Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise Flughäfen oder Häfen, können von wirtschaftlichen Abschwüngen beeinflusst werden, was sich negativ auf die Erträge auswirken kann.

 

Alternative Investments – Eine kurze Einschätzung

Ertragspotenzial: Einschätzung: ↑

Es gibt sehr viele unterschiedliche Alternative-Strategien. Insofern kann auch die Ertragserwartung zwischen unterschiedlichen Produkten deutlich voneinander abweichen. Generell weisen Alternatives eine erhöhtes Ertragspotenzial auf. Alternatives sind schließlich auf der Suche nach der Rendite.

Risiko: Einschätzung: ↑

Alternatives können stark gehebelt und damit auch hochspekulativ sein. Das Risiko und Rückschlagspotenzial kann zwischen einzelnen Strategien aber sehr unterschiedlich sein.

Liquidität: Einschätzung: ↓

Alternatives sind illiquid und normalerweise nicht täglich handelbar. Es kann also etwas dauern, bis du wieder zu deinem Geld kommst.

Nachhaltigkeit: Einschätzung: ↓

Im Bereich der Alternatives ist das Thema Nachhaltigkeit noch ein Nischenthema. Insofern gibt es im Vergleich zu anderen Asset-Klassen, wie z.B. Aktien oder Anleihen nur sehr wenige Investmentprodukte, die Nachhaltigkeit umfassend umsetzen. Der Markt zieht aber Stück für Stück nach. Es ist zu erwarten, dass es in Zukunft auch hier immer mehr nachhaltige Produkte zu finden gibt.

Investorentyp: Der Neugierige

Alternative Investments gehen über traditionelle Anlageklassen hinaus und bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten, das Ertragspotenzial deines Portfolios zu erhöhen oder das Risiko zu reduzieren. Alternatives werden im Regelfall von erfahrenen und neugierigen Investoren als Satelliten-Investment dem Portfolio beigemischt.

Häufige Fragen von Anlegern zu alternativen Investments

Frage #1 – Welche Rolle spielen Diversifikation und Risikomanagement bei alternativen Investments?

Die Bedeutung von Diversifikation und Risikomanagement bei alternativen Investments variiert je nach dem konkreten Produkt und dem gewählten Investmentstil des Managers.

Prinzipiell gilt, dass auch bei Alternative Investments der Diversifikation eine bedeutende Rolle zukommt.

Frage #2 – Welche Voraussetzungen sollten Anleger erfüllen, um in alternative Investments einzusteigen?

In der Regel macht ein Investment in alternative Anlagen vor allem für Anleger mit einem bereits etablierten und größeren Finanzportfolio Sinn. Professionelle Investoren empfehlen klassischerweise, dass die Gewichtung der Anlageklasse alternativer Investments bei etwa 10% bis 20% liegen sollte.

Die Teilnahme an alternativen Investments ist oft mit einer hohen Eintrittsbarriere in Form eines Mindestinvestments verbunden. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass das Gesamtwert des Finanzportfolios bereits einen beträchtlichen Betrag erreicht hat, bevor man in alternative Anlagen investiert (die genaue Höhe kann von der individuellen Risikoneigung abhängen). In der Regel wird empfohlen, dass das Portfolio einen Wert von einigen hunderttausend Euro oder mehr aufweisen sollte.

Frage #3 – Welche Expertise oder Kenntnisse sind erforderlich, um alternative Investments erfolgreich zu tätigen?

Um erfolgreich in alternative Investments zu investieren, solltest du über eine gewisse Produktkenntnis verfügen, um die spezifischen Investmentstrategien im Gesamtkontext des Portfolios umfassend analysieren und bewerten zu können. Neben einem tiefen Verständnis für die einzelnen alternativen Anlageklassen ist auch ein solides Wissen über Risikobewertung, Markttrends und potenzielle Auswirkungen wirtschaftlicher Entwicklungen wichtig.

Frage #4 – Welche Faktoren sollten Anleger bei der Bewertung und Auswahl von alternativen Investments berücksichtigen?

  • Performance vergleichbarer Produkte: Es ist wichtig, die historische Performance ähnlicher alternativer Investments zu analysieren, um einen Einblick in die vergangene Leistung solcher Anlagen zu erhalten.
  • Kostenstruktur: Die transparente Darlegung der Kosten und Gebühren ist entscheidend, um die potenziellen Auswirkungen auf die Rendite des alternativen Investments zu verstehen.
  • Strategieverhalten in unterschiedlichen Marktphasen: Untersuchung der Art und Weise, wie die Anlagestrategie des alternativen Investments sich in verschiedenen Marktbedingungen verhalten hat, um die Eignung für verschiedene Marktlagen zu beurteilen.
  • Diversifikation: Die Streuung des Portfolios auf verschiedene alternative Anlageklassen ist wichtig, um das Gesamtrisiko zu reduzieren und potenzielle Verluste auszugleichen.

Frage #5 – Welche langfristigen Renditeerwartungen können Anleger bei alternativen Investments wie NFTs, Hedgefonds und Private Equity haben?

Grundsätzlich haben Anleger bei alternativen Investments die Möglichkeit, aufgrund der mangelnden Liquidität eine Liquiditätsprämie zu erzielen. Die Liquiditätsprämie ist eine zusätzliche Rendite, die Anleger potenziell erzielen können, wenn sie in Vermögenswerte investieren, die aufgrund ihrer Eigenschaften weniger liquide sind.

Eine präzise Renditeprognose ist jedoch schwierig, da diese stark von der spezifischen Strategie und dem individuellen Investment abhängt. Die Erwartungen können sich daher im Bereich von niedrigen einstelligen Prozenten bis zu mittleren zweistelligen Prozenten bewegen.

Bitte beachte: Ein höheres Ertragspotenzial ist in der Regel mit einem höheren Risiko verbunden.

Frage #6 – Wie kann man das Risiko von Verlusten bei alternativen Investments minimieren?

Alternative Investments neigen in der Regel dazu, eine geringere Liquidität aufzuweisen, was bedeutet, dass Investoren nicht immer in der Lage sind, diese Investitionen schnell zu verkaufen. Bevor Anleger in alternative Investments investieren, ist es wichtig, die spezifische Anlagestrategie genau zu verstehen.

Diese Strategie kann als eine Form der ‘Hedge’ (Risikoabsicherung) zu traditionellen Investments wie Aktien und Anleihen dienen und ist oft ein attraktiver Aspekt dieser Anlageklasse.

Es ist jedoch ratsam, sich bewusst zu sein, dass kurzfristige Absicherungen bei alternativen Investments in der Regel schwierig bis unmöglich sind.

Zum Abschluss: Sollten Anleger in alternative Investments zu investieren?

Für erfahrene Anleger kann die Beimischung in alternative Investments durchaus interessant sein. Sie bieten die Möglichkeit, das Portfolio zu diversifizieren und von unterschiedlichen Marktchancen zu profitieren, die sich von herkömmlichen Anlagen unterscheiden.

Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass Investoren neben dem erforderlichen Know-how auch über ausreichendes Kapital verfügen sollten, um in alternative Investments einzusteigen.

Der Bereich alternativer Investments ist in der Regel illiquide, was bedeutet, dass Investitionen nicht immer schnell in Bargeld umgewandelt werden können. Ein langfristiger Anlagehorizont und die Bereitschaft, Kapital für einen längeren Zeitraum gebunden zu haben, sind daher entscheidende Überlegungen.

Insgesamt sollte die Entscheidung, in alternative Investments zu investieren, gut überlegt sein. Es ist ratsam, sich gründlich über die spezifischen Anlageklassen und Investmentstrategien zu informieren.

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von | Aug 2, 2023

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Wer schreibt hier?
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Hinter ecobono stecken die ehemaligen Fondsmanager Kevin Windisch, Josef Obergantschnig und Daniel Kupfner. In diesem Blog wollen sie ihr Wissen, ihre Anlagestrategien und ihre Finanztricks mit Privatanlegern teilen.